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Gemeinsamer Strategischer Rahmen

Sie finden hier den Gemeinsamen Strategischen Rahmen (GSR) der Kommission, den die Europäische Kommissin am 14. März 2012 veröffentlicht hat. Mit dem Rahmen möchte die Kommission den Mitgliedstaaten und ihren Regionen bei ihren Vorbereitungen für den nächsten Programmplanungszeitraum unterstützen und Ihnen helfen, für die nächste Förderperiode von 2014 bis 2020 klare Investitionsschwerpunkte zu setzen.

Deutsche Fassung:
Gemeinsamer Strategischer Rahmen dt. 1 (pdf, 75.9 KB)
Gemeinsamer Strategischer Rahmen dt. 2 (pdf, 239.4 KB)

Englische Fassung:
Gemeinsamer Strategischer Rahmen en 1 (pdf, 62.8 KB)
Gemeinsamer Strategischer Rahmen en 2 (pdf, 229.7 KB)
Presseerklärung der Europäischen Kommission (doc, 44.5 KB)

Wachstum und Beschäftigung – Schwerpunkte der Kohäsionspolitik 2014–2020

Die Vorschläge der Europäischen Kommission für die Schwerpunkte der Kohäsionspolitik in der künftigen Förderperiode ab 2014 wurden am 06. Oktober 2011 veröffentlicht.

Sie finden die Vorschläge für die neuen Verordnungen auf den Seiten der Kommission:

Europäische Kommission

Europa 2020

Europa 2020

Der EU-Haushalt 2014-2020 und die Kohäsionspolitik

Der mehrjährige Finanzrahmen

Die Europäische Kommission hat am 29. Juni 2011 ihre Vorschläge für einen mehrjährigen Finanzrahmen für den Zeitraum 2014-2020 vorgelegt.

Die Kommission schlägt für den Zeitraum 2014-2020 Mittelzuweisungen in Höhe von 376 Milliarden € für Instrumente der Kohäsionspolitik vor. Diese Mittel setzen sich wie folgt zusammen:

  • 162,6 Milliarden € für Konvergenzregionen
  • 38,9 Milliarden € für Übergangsregionen
  • 53,1 Milliarden für Regionen des Ziels „regionale Wettbewerbsfähigkeit“
  • 11,7 Milliarden € für territoriale Zusammenarbeit
  • 68,7 Milliarden für den Kohäsionsfonds.

Außerdem sind ebenfalls Mittel in Höhe von 40 Milliarden € für eine neue Fazilität Europa verbinden (Connecting Europe) vorgesehen, die auf die Förderung von Investitionen in Verkehr, Energie sowie Informations- und Kommunikationstechnologien abzielt.

Der Europäische Sozialfonds wird mindestens 25 % der Finanzausstattung der Kohäsionspolitik ausmachen, d. h. 84 Milliarden €, wobei die Fazilität Europa verbinden nicht berücksichtigt ist.

Weiterführende Informationen finden sie auf den Seiten der Europäischen Kommission:
mehrjähriger Finanzrahmen

Europa 2020 - Eine Strategie für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum

Mit Europa 2020 stellt die Europäische Kommission eine Strategie vor, welche die EU in eine intelligente, nachhaltige und integrative Wirtschaft verwandeln soll, geprägt durch ein hohes Beschäftigungs- und Produktivitätsniveau sowie einen ausgeprägten sozialen Zusammenhalt. Europa 2020 skizziert eine Vision der europäischen sozialen Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts.

Das vollständige Dokument können Sie sich hier herunterladen:
Europa 2020 - Eine Strategie für ein intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum (pdf, 851.3 KB)

Die Kernziele

Die EU muss festlegen, was sie bis 2020 erreichen will. Dazu schlägt die Kommission folgende EU-Kernziele vor:

  • 75 % der Bevölkerung im Alter von 20 bis 64 Jahren sollten in Arbeit stehen.
  • 3 % des BIP der EU sollten für F&E aufgewendet werden.
  • Die 20-20-20-Klimaschutz-/Energieziele sollten erreicht werden (einschließlich einer Erhöhung des Emissionsreduktionsziels auf 30 %, falls die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind).
  • Der Anteil der Schulabbrecher sollte auf unter 10 % abgesenkt werden, und mindestens 40 % der jüngeren Generation sollten einen Hochschulabschluss haben.
  • Die Zahl der armutsgefährdeten Personen sollte um 20 Millionen sinken.

Die Prioritäten

In der Strategie werden drei sich gegenseitig verstärkende Prioritäten vorgeschlagen:

Intelligentes Wachstum
Nachhaltiges Wachstum
Integratives Wachstum

Intelligentes Wachstum

Intelligentes Wachstum – Entwicklung einer auf Wissen und Innovation gestützten Wirtschaft

Intelligentes Wachstum bedeutet, Wissen und Innovation als Vektoren unseres künftigen Wachstums zu stärken. Bedingungen hierfür sind eine erhöhte Qualität unseres Bildungssystems, die Steigerung unserer Forschungsleistungen, die Förderung von Innovation und Wissenstransfer innerhalb der Union, die Ausschöpfung des Potenzials der Informations- und Kommunikationstechnologien und die Gewährleistung, dass innovative Ideen in neue Produkte und Dienste umgesetzt werden können, durch die Wachstum und hochwertige Arbeitsplätze entstehen und die dazu beitragen die europäischen und weltweiten gesellschaftlichen Probleme zu lösen. Mitbestimmend für den Erfolg ist hierbei Unternehmergeist, die Verfügbarkeit der finanziellen Mittel und die Konzentration auf unsere Bedürfnisse und Marktchancen.

Folgende Leitinitiativen sollen diese Priorität unterstützen:

Leitinitiative: „Innovationsunion“

Ziel dieser Initiative ist die Neuausrichtung unserer FuE und Innovationspolitik auf die Herausforderungen, denen sich unsere Gesellschaft gegenüber gestellt sieht: Klimawandel, Energie- und Ressourceneffizienz, Gesundheit und demographischer Wandel. Jedes Glied der Innovationskette muss verstärkt werden, von der [„Blue sky“-Forschung bis zur Vermarktung.

Die vollständigen Text finden Sie hier: Innovationsunion (pdf, 233.6 KB)

Leitinitiative „Jugend in Bewegung“

Ziel ist Steigerung der Leistung und internationalen Attraktivität der höheren Bildungseinrichtungen Europas und die Verbesserung der Qualität der allgemeinen und beruflichen Bildung in der EU insgesamt durch Exzellenz und Verteilungsgerechtigkeit sowie die Förderung der Mobilität von Studenten und Auszubildenden und die Verbesserung der Beschäftigungschancen von Jugendlichen.

Die vollständigen Text finden Sie hier: Jugend in Bewegung (pdf, 128.7 KB)

Leitinitiative: „Eine digitale Agenda für Europa“

Ziel ist es, einen nachhaltigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen aus einem digitalen Binnenmarkt auf der Grundlage des schnellen und ultraschnellen Internets und interoperabler Anwendungen zu ziehen, mit Breitbandanschlusses für jedermann im Jahr 2013, sehr viel höheren Internet-Geschwindigkeiten 30 Mbps (oder mehr) und einen Internetanschluss von über 100 Mbps für 50 % oder mehr aller europäischen Haushalte.

Die vollständigen Text finden Sie hier: Digitale Agenda (pdf, 400.7 KB)

Nachhaltiges Wachstum

Nachhaltiges Wachstum – Förderung einer ressourcenschonenden, umweltfreundlicheren und wettbewerbsfähigeren Wirtschaft

Nachhaltiges Wachstum bedeutet, eine ressourceneffiziente, nachhaltige und wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen, die Führungsrolle Europas im Wettbewerb um die Entwicklung neuer Verfahren und Technologien, einschließlich umweltfreundlicher Technologien, auszunutzen, die Einführung intelligenter Netze mit Hilfe der IKT zu beschleunigen, sich die EU-weiten Netze zunutze zu machen, vor allem in der Fertigung und innerhalb unserer [AKT KMU; Kleine und mittlere Unternehmen;de] die Wettbewerbsvorteile der Unternehmen auszubauen, und die Verbraucher in die Lage zu versetzen, Ressourceneffizienz wertzuschätzen. Ein solches Konzept wird es der Union ermöglichen, in einer durch Ressourcenknappheit geprägten emissionsarmen Welt erfolgreich zu sein und die Schädigung der Umwelt, den Rückgang der Artenvielfalt und eine nicht nachhaltige Ressourcennutzung zu vermeiden. Außerdem wird der wirtschaftliche, soziale und territoriale Zusammenhalt gestärkt.

Folgende Leitinitiativen sollen diese Priorität unterstützen:

Leitinitiative: „Ressourcenschonendes Europa“

Ziel ist die Unterstützung des Übergangs zu einer emissionsarmen Wirtschaft, die ihre Ressourcen wirkungsvoll einsetzt. Es geht darum, unser Wirtschaftswachstum von den Ressourcen und vom Energieverbrauch abzukoppeln, die CO2-Emissionen zu reduzieren, die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern und eine größere Energieversorgungssicherheit zu unterstützen.

Die vollständigen Text finden Sie hier: Ressourcenschonendes Europa (pdf, 236.4 KB)

Leitinitiative: „Eine Industriepolitik für das Zeitalter der Globalisierung“

Die Wirtschaft und insbesondere KMU sind von der Wirtschaftskrise hart getroffen worden. Sämtliche Wirtschaftszweige sehen sich überdies der Herausforderung gegenüber, in der Globalisierung zu bestehen und ihre Produktionsabläufe und Produkte auf die emissionsarme Wirtschaft einzustellen. Die Folgen werden von Branche zu Branche unterschiedlich ausfallen. Einige werden sich völlig neu aufstellen müssen, anderen wiederum werden diese Herausforderungen neue unternehmerische Möglichkeiten eröffnen. Die Kommission wird in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten (Unternehmen, Gewerkschaften, Wissenschaft, NRO, Verbraucherverbände) ein Rahmenkonzept für eine moderne, die unternehmerische Entfaltung fördernde Industriepolitik erarbeiten, um die Wirtschaft bei der Einstellung auf diese Herausforderungen anzuleiten und zu unterstützen, die Wettbewerbsfähigkeit der Grundstoffindustrie, des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors zu fördern und sie dabei zu unterstützen, die Chancen der Globalisierung und der ökologischen Wirtschaft wahrzunehmen. Dieses Rahmenkonzept soll alle Bestandteile der zunehmend internationalen Wertschöpfungskette vom Rohstoffzugang bis zum Kundendienst erfassen.

Die vollständigen Text finden Sie hier: Industriepolitik (pdf, 171.6 KB)

Integratives Wachstum

Integratives Wachstum: Förderung einer Wirtschaft mit hoher Beschäftigung und ausgeprägtem sozialen und territorialen Zusammenhalt.

Integratives Wachstum heißt, die Menschen durch ein hohes Beschäftigungsniveau, Investitionen in Kompetenzen, die Bekämpfung der Armut, und die Modernisierung der Arbeitsmärkte, der allgemeinen und beruflichen Bildung und der sozialen Schutzsysteme zu befähigen, Veränderungen zu antizipieren und zu bewältigen, und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schaffen. Die Vorteile des Wirtschaftswachstums müssen allen Teilen der Union einschließlich ihrer entlegensten Gebiete zugute kommen und so den territorialen Zusammenhalt fördern. Es geht darum, allen Menschen Zugangsmöglichkeiten und Chancen über ihr gesamtes Leben hinweg zu bieten. Europa muss sein Arbeitskräftepotenzial voll ausschöpfen, um die mit einer alternden Bevölkerung und wachsendem weltweitem Wettbewerb verbundenen Herausforderungen zu meistern. Eine Politik zur Förderung der Gleichheit zwischen den Geschlechtern ist notwendig, um die Erwerbsbevölkerungs-Mitwirkung zu steigern und so zu Wachstum und sozialem Zusammenhalt beizutragen.

Folgende Leitinitiativen sollen diese Priorität unterstützen:

Leitinitiative: „Eine Agenda für neue Kompetenzen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten"

Mit dieser Initiative sollen die Voraussetzungen für eine Modernisierung der Arbeitsmärkte geschaffen werden, um das Beschäftigungsniveau anzuheben und die Nachhaltigkeit unserer Sozialmodelle zu gewährleisten. Die Erwerbstätigen von heute und morgen sollen durch den Erwerb neuer Qualifikationen befähigt werden, sich an neue Gegebenheiten anzupassen und gegebenenfalls beruflich umzu-orientieren, damit die Arbeitslosigkeit zurückgeht und die Produktivität zunimmt.

Die vollständigen Text finden Sie hier: Eine Agenda für neue Kompetenzen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten (pdf, 117.5 KB)

Leitinitiative: „Europäische Plattform zur Bekämpfung der Armut“

Ziel dieser Initiative ist die Gewährleistung des wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammen-halts. Aufbauend auf dem derzeitigen Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung sollen das Bewusstsein um die Grundrechte der Menschen, die unter Armut und Aus-grenzung leiden, geschärft und ihre Anerkennung gefördert werden, damit sie in Würde leben und aktiv an der Gesellschaft teilhaben können.

Den vollständigen Text finden Sie hier: Armutsbekämpfung (pdf, 181.3 KB)

Neue Förderperiode ab 2014

Die Europäische Kommission hat zwei grundlegende Dokumente veröffentlicht. Am 10. November 2010 ist der 5. Bericht der Kommission über den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt erschienen, am 19. Oktober 2010 wurde die Mitteilung zur Überprüfung des EU-Haushalts veröffentlicht.

Beide Berichte sowie weitere Dokumente über den aktuellen Stand der Diskussion zur kommenden Förderperiode finden Sie auf den Seiten der Europäischen Kommission unter folgendem Link:

Kohäsionspolitik der Zukunft

Agenda für eine reformierte Kohäsionspolitik

Den unabhängigen Bericht von Fabrizio Barca mit dem Thema "Ein raumbezogener Ansatz für die Herausforderungen und Erwartungen der Europäischen Union", zusammengestellt im Auftrag von Danuta Hübner, Kommissarin für Regionalpolitik, sowie die deutsche Zusammenfassung finden Sie ebenfalls unter dem folgendem Link.

Barca-Bericht