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InnoVision 2010 und Europäische Strukturfondsförderung

Staatsrat Dr. Uwe Färber stellte Lissabon-Strategie Bremens in Brüssel vor

Dr. Uwe Färber, Staatsrat beim Senator für Wirtschaft und Häfen,
Dr. Uwe Färber, Staatsrat beim Senator für Wirtschaft und Häfen,

Bis 2010 soll die Europäische Union der wettbewerbsfähigste und dynamischste wissensbasierte Wirtschaftsraum der Welt sein. Sie soll fähig sein, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen.

Staatsrat Dr. Färber
Dr. Uwe Färber, Staatsrat beim Senator für Wirtschaft und Häfen, hat am Dienstag, den 27. April 2004 in Brüssel in der Vertretung der Freien Hansestadt Bremen bei der Europäischen Union, Bremens Programm "InnoVision 2010" sowie die Europäische Strukturfondsförderung im Land Bremen präsentiert. Dabei ging es um die Bewältigung des Strukturwandels durch Innovation und das Erreichen der Ziele der Lissabon-Strategie für die Freie Hansestadt Bremen.

Herausragende mit Europäischen Strukturfondsmitteln finanzierte Projekte wurden durch Frau Dr. Anja Turkowsky, Geschäftsführerin der innoWi GmbH Bremen und von Dr. Stefan Graul, Vice President Business Development der EADS Space Transportation GmbH Bremen vorgestellt.

Um bis zum Jahr 2010 die formulierten Ziele zu erreichen, verfolgt die Europäische Union eine umfassende wirtschafts-, sozial- und umweltpolitische Strategie mit der dauerhaft Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Nachhaltigkeit hergestellt und damit das Wirtschaftswachstum in Europa gesteigert werden soll.

Staatsrat Dr. Färber machte in seinem Beitrag vor zahlreichen Mitgliedern der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments sowie Vertretern anderer Länder und Regionen und der Bundesregierung deutlich, dass die Freie Hansestadt Bremen zwar das kleinste aller deutschen Bundesländer ist, aber mit seiner Innovations- und Wirtschaftspolitik in der Lage ist, einen wichtigen Beitrag für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in Europa zu leisten. Staatsrat Dr. Färber stellte das Konzept vor, wie Bremen die Bewältigung des Strukturwandels durch Innovation vorantreibt und mit großem Nachdruck daran arbeitet, die Ziele der Lissabon-Strategie umzusetzen.

Foto Teilnehmer

Mit dem Programm Innovision 2010 will Bremen im Jahr 2010 zu den zehn führenden deutschen Technologiestandorten gehören. Diese Innovationspolitik ist wesentlicher Bestandteil der bremischen Wirtschafts- und Wissenschaftspolitik. Die Profilierung des Standortes soll durch die Stärkung vorhandener Innovationsfelder (z.B. Luft- und Raumfahrt, Design) und die Entwicklung neuer Innovationsfelder (z.B. Blaue Biotechnologie, t.i.m.e.) erfolgen. Weitere Innovationsfelder sind die Gesundheitswirtschaft, die Umweltwirtschaft und die Logistik.

An dieser innovativen Politik des Landes Bremen ist die Europäische Union über die Mittel aus den Europäischen Strukturfonds finanziell beteiligt. Seit 1989 hat Bremen rund 285 Millionen € aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) eingeworben. Überwiegend stammt das Geld aus der Ziel 2-Förderung, die mittlerweile in der 5. Laufzeit in Bremen umgesetzt wird. Ziel ist die nachhaltige Förderung der Wirtschaftskraft, Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Beschäftigung in der Region.

Staatsrat Dr. Färber machte deutlich, dass Bremen trotz aller bisherigen Erfolge auch künftig einem wirtschaftlichen Anpassungsdruck ausgesetzt sein wird und die Notwendigkeit weiterer Strukturförderungen in beiden Städten des Landes bestehen wird . Daher sei es von großer Bedeutung, dass erstens weiterhin eine finanzielle Unterstützung aus den Europäischen Strukturfonds für das Land gewährleistet wird und dass zweitens ausreichende Handlungsspielräume für eine eigenständige Regionalförderung erhalten bleiben. Deshalb seien die jüngst veröffentlichten Vorschläge der Europäischen Kommission zur europäischen Strukturpolitik ab dem Jahre 2007 sehr zu begrüßen. Es handele sich nach Auffassung des bremischen Wirtschaftsressorts um eine sachgerechte Antwort auf die Herausforderungen der erweiterten Gemeinschaft. Es sei der Kommission gelungen, ein Konzept vorzulegen, das auch im Rahmen der künftigen Kohäsionspolitik die Lissabon-Ziele der Gemeinschaft berücksichtigt. Die europäische Kohäsionspolitik wird dadurch ihren Beitrag zu Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Nachhaltigkeit und damit zur Steigerung des Wirtschaftswachstums in Europa leisten.

Bremen sei mit seinen bisherigen Erfolgen und Erfahrungen bei der Umsetzung einer innovativen Regionalpolitik hervorragend aufgestellt, um auch künftig mit Unterstützung der Europäischen Strukturfonds einen eigenständigen bremischen Beitrag für Wachstum und Beschäftigung in Europa zu leisten.

Dr. Anja Turkowsky, Geschäftführerin der innoWi GmbH
Dr. Anja Turkowsky, Geschäftführerin der innoWi GmbH

Dr. Anja Turkowsky, Geschäftführerin der innoWi GmbH stellte mit der innoWi GmbH ein besonderes Instrument der Bremer Innovationspolitik vor. Dieses Projekt markiert eine Schnittstelle zwischen regionaler Innovationspolitik und regionaler Wirtschaftspolitik mit Hilfe von Ziel-2, aus deren Mitteln es gefördert wird.

Dr. Stefan Graul von der EADS Space Transportation
Dr. Stefan Graul von der EADS Space Transportation

Dr. Stefan Graul von der EADS Space Transportation stellte mit dem Projekt PHOENIX ist ein Testmodell für den zukünftigen europäischen wiederverwendbaren Raumtransporter "Hopper", der für etwa 2020 geplant ist, vor. Mit dem Vorhaben PHOENIX hat sich für den Raumfahrt-Standort Bremen die große Chance eröffnet, einen Hauptbestandteil des nationalen Programms ASTRA bis zum Jahr 2004 durchzuführen. Die Entwicklung eines wiederverwendbaren Raumtransportsystems erfordert im Vergleich zu heutigen konventionellen Trägerraketen eine Reihe zusätzlicher, grundlegend neuer Fähigkeiten. "Mit Phoenix bereiten wir die Zukunft der nächsten Generation von Trägern vor, um unsere Marktposition im europäischen Wettbewerb zu festeigen," so Dr. Stefan Graul bei der Präsentation in Brüssel. Bislang investierte EADS SPACE Transportation 8,2 Millionen € aus Eigenmitteln in das Projekt PHOENIX, das Land Bremen und die Europäische Union beteiligten sich mit 4,3 Millionen €. Hinzu kommen Mittel von Partnerfirmen wie OHB in Bremen, dem DLR sowie dem Bundesministerium für Bildung und Forschung. Insgesamt umfasst das Projektbudget rund 16 Millionen €.

Mit beiden Projekten werden am Standort Bremen Kompetenzen geschaffen, die einen deutlichen Technologie- und Wettbewerbsvorsprung in der Region erwarten lassen.